Montag, 27. Juli 2009

Ordnung muss sein


Wie funktioniert der Verkehr in Buenos Aires? Einige banale Regeln, die besser - vor allem vom gemeinen Deutschen - beachtet werden (übrigens auch für Fußgänger nicht uninteressant). An dieser Stelle könnten Kenner südamerikanischer Städte vielleicht einwenden, Regeln gäbe es auf diesen Straßen nicht (Fahrbahnlinien werden nicht beachtet etc.). Dem kann ich nach meiner Beobachtung nicht zustimmen. Nur auf den ersten Blick scheint es so.
Der Aufmerksame erkennt jedoch sehr strenge Regeln. Bei Nichtbeachtung droht Chaos. Beispiel: Rechts-vor-Links-Kreuzung.

Regel no.1: Rechts-vor-Links? Ergo: Annahmen hinterfragen.

Regel no.2: Busse ("Colectivos") haben immer Vorfahrt. Laut, bunt, rücksichtslos sind sie (nach eigenem Ermessen) die wahren Könige der Straßen von BA. Ergo: Je lauter desto Erster.

Regel no.3: Immer möglichst zügig auf die Kreuzung zufahren, bloß nicht schon Meter vorher anfangen zu bremsen. Ergo: Mut statt Vorsicht.

Regel no.4: Sollten zur gleichen Zeit tatsächlich andere Autos die Kreuzung queren - was durchaus sehr wahrscheinlich ist - möglichst erst 3 cm vor dem etwaigen Berührungspunkt, und nur sehr plötzlich bremsen. Ergo: Geduld statt Hektik.

Regel no.5: Eine Hupe ist zum Hupen da. Wie die Sprache zum Sprechen. Ergo: Nutzen! (Es ist wie ein gutes Gespräch)

Regel no.6: Grundsätzlich gilt: die Anderen können nicht Autofahren. Ergo: Ordentlich schimpfen. (Hilft auch zur schnellen Verarbeitung der ganzen Aufregung)

Wir sehen, der Verkehr in BA trainiert wichtige Fähigkeiten, u.a. Geschicklichkeit, Artikulationsfähigkeit, Reaktionsvermögen. Wie gesagt: auch Fußgänger profitieren. Geheimtipp: Motorrad zulegen (Bild). Wendigkeit zahlt sich aus.

Wenn's doch mal rappelt hilft nur noch das hier (lautstark): "La concha de la lora!" (Verdammte Scheiße! Lustiger ist die wörtliche Bedeutung, die sich etwa mit dem weiblichen Genital eines Papageis übersetzen ließe).

(Lesetipp: Überlebenskampf im Asphaltdschungel)

Dienstag, 21. Juli 2009

1 Bild sagt mehr


Diese Schrottmühle beweist: ich bin gut angekommen. Ich bin kein Freund langer Texte, deshalb werde ich es bei meinen Einträgen kurz halten. Vorneweg stelle ich jedes mal ein Bild. Ich soll die neue Kamera ja nutzen hat Frederik gesagt. Soweit der Plan, mal sehen ob es klappt.

So wie dieser alte Bulli kommt mir BA (Buenos Aires) bislang vor: ganz schön abgerockt aber irgendwie auch charmant. Erinnert mich an "ett rostet" aus dem "Horst Schlämmer macht den Führerschein-Blog". Er steht übrigens vor dem Zentralfriedhof, wo die berühmte Evita begraben liegt; keine Ahnung warum. Dort ist auch ein Flomarkt. Eine Sehenswürdigkeit meiner ersten guided Biketour durch BA.

Wohnung habe ich übrigens noch nicht, gastiere noch im Hostel. Das wird schon. Und es pisst hier wie sau. Heute auch erster Tag in der Sprachschule. In 3 Wochen bin ich fit. Bin alleine obwohl ich Gruppe bezahle, eigentlich nicht schlecht.